17. Aus den Augen des Malers

Malen eignet sich hervorragend, um sich in Achtsamkeit zu üben. Denn ein guter Maler

hat – ebenso wie ein Fotograf – einen sicheren Blick für optisch reizvolle Situationen, die

dem unachtsamen Auge oft verborgen bleiben.

Wohl kaum jemand von uns wird die Gabe eines Pablo Picassos oder einer Frida Kahlo

besitzen. Aber darum geht es auch nicht. Denn beim Malen zur Förderung der

Achtsamkeit zählt nicht das Ergebnis, sondern nur der Malprozess an sich.

 

Anleitung:

 

 Besorgen Sie sich einen Zeichenblock und Stifte, Wasser-, Ölfarben oder

Pastellkreiden.

 Widmen Sie der Motivsuche ausreichend Zeit und halten Sie gezielt nach

besonderen Situationen Ausschau.

 Haben Sie ein reizvolles Motiv gefunden, dann lassen Sie dieses optisch auf sich

wirken. Was ist die Besonderheit daran? Vielleicht die eigenartige Form, das

lebendige Licht- und Schattenspiel oder die intensiven Farben?

 Beginnen Sie mit der Vorskizze, indem Sie die Umrisse mit einem Bleistift zu Papier

bringen. Lassen Sie die Augen vom Motiv immer wieder zum Blatt wandern und

beobachten Sie das Bild genau. Machen Sie sich anschließend an die Ausarbeitung

der Details.

 Sie dürfen das Bild auch verändern und Ihre eigenen Vorstellungen mit einbringen.

Schließlich betätigen Sie sich künstlerisch und sind kein technisches Instrument wie

ein Fotoapparat.

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