Sepp Holzer - der Agrar-Rebell

1962 übernahm Holzer den elterlichen Krameterhof. Wie er 2002 schrieb, führte die Anwendung seines Schulwissens zu schweren Rückschlägen bei der Bewirtschaftung des Anwesens. Folglich begann er, ausgehend von seinen viel erfolgreicheren Kindheitserfahrungen, eine pflegeleichte und naturnahe Anbaumethode zu entwickeln. Indem er die Vorgänge in der Natur genau beobachtete und in seiner Landwirtschaft nachahmte, erzielte er beachtliche Erfolge und schuf zwischen 1.100 und 1.500 Metern Seehöhe ein „Naturparadies“, in dem selbst Kiwis und Edelkastanien gedeihen. Als er darauf aufmerksam (gemacht) wurde, dass seine Methoden in einigen Aspekten dem Permakultur-Konzept ähnelt, nannte er seine Methode Holzer'sche Permakultur.


Mit vielen innovativen Ideen, aber auch alten Methoden, wie Terrassenbau, Hügel- und Hochbeeten, dem Halten gefährdeter Nutztierrassen und dem Schutz bedrohter Alpen- und Kulturpflanzen, hat er die Holzer'sche Permakultur für den alpinen Bereich immer weiter entwickelt und dabei in vielen Bereichen erstaunliche Ergebnisse erzielen können.


Eine prägende Erfahrung war die jahrelange Auseinandersetzung mit den Behörden, welche seine Form des Wirtschaftens aktiv behinderten. Seine Ideen standen in krassem Widerspruch zu behördlichen Empfehlungen und Auflagen. Er ließ sich auf viele langjährige Prozesse bis zu den höchsten Gerichten ein.


Umzug ins Burgenland Seit Februar 2013 wohnt Sepp Holzer mit seiner Frau auf dem neuen „Holzerhof“ im Südburgenland, bei Jennersdorf. Holzer bietet gemeinsam mit dem Verein PermaVitae[2] in Österreich und HolzerAgroEcology[3] Seminare und Lehrgänge an.


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